Arbeiten als Scientific Illustrator – Interview mit Daria Chrobok

Profilbild von Dr. Daria Chrobok

Dr. Daria Chrobok erzählt dir alles zu ihrem Job als Scientific Ilustrator.

Blättere einmal durch dein Bio-Buch. Oder schau dir ein paar wissenschaftliche Publikationen an. Was fällt dir auf? Oft ist der Text von Illustrationen begleitet, die helfen, Prozesse zu visualisieren und dadurch verständlicher zu machen. Genau dafür sind Scientific Illustrator zuständig. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Kunst und Naturwissenschaften. Denn die Bilder sollen nicht nur hübsch aussehen, sondern auch wissenschaftlich korrekt sein. Und das ist gar nicht so einfach, so dass es sogar darauf spezialisierte Studiengänge gibt.

Wir durften Dr. Daria Chrobok, die sich mit DCSciArt nach dem Biologie-Studium selbstständig gemacht hat, zu ihrer Tätigkeit als Scientific Illustrator interviewen. Viel Spaß beim Lesen!

Hallo Daria, stell dich doch erstmal kurz vor. Wer bist du, wie ist dein Werdegang und was begeistert dich momentan?

Hallo zusammen, mein Name ist Daria Chrobok. Ich habe meinen Bachelor in Biologie damals an der Universität Köln gemacht und danach meinen Master an der Uni Düsseldorf. Nach dem Master habe ich ein halbes Jahr in den USA gearbeitet und dort Auslandserfahrungen in einem anderen Labor gemacht. Danach habe ich in Schweden promoviert und bin dort bis heute sesshaft. Während der Promotion habe ich festgestellt, dass der akademische Berufsweg nichts für mich ist. Ich konnte allerdings in dieser Zeit meine Leidenschaft für Kunst einbringen und habe angefangen für mich und meine Kolleg:innen wissenschaftliche Illustrationen zu zeichnen. So kam es dann dazu, dass ich mich nach der Promotion als Scientific Illustrator selbstständig gemacht habe.

Momentan begeistert mich vor allem abstrakte Kunst. Ich habe außerdem einen Hund und bin ein totaler Naturfreund, ist eine super Kombi als wissenschaftliche Illustratorin!

Du bist Scientific Illustrator, was bedeutet das?

Ein Scientific Illustrator ist jemand, der alles Mögliche an wissenschaftlichen Konzepten illustriert. Das kann was super Abstraktes sein, z.B. Proteinkomplexe, die sich in einer Membran assemblieren. Das können aber auch metabolische Reaktionen, irgendwelche Pathways oder aber auch Illustrationen von Spezies sein, wie z.B. anatomische Zeichnungen. Es gehört also quasi alles, was ein wissenschaftliches Konzept ist, dazu.

Weil man als Wissenschaftler ausgebildet ist, aber die meisten keine illustrativen Fähigkeiten besitzen, kommen wir hier ins Spiel, da z.B. bei Publikationen, Förderanträgen und Präsentationen diese Konzepte natürlich erklärt werden müssen und die Visualisierungen dabei unheimlich helfen, da sie effizienter sind als Seiten von Text und auch noch viel Platz sparen, da oft strikte Begrenzungen vorgegeben sind.

Du bist selbstständig, richtig? Wieso hast du dich dafür entschieden? Ist das in deinem Beruf üblich?

Genau. Ich habe mich dafür entschieden, weil ich tatsächlich nie darüber nachgedacht habe, eine Festanstellung nach dem Doktor zu haben. Mir hat es viel an Freiheit gefehlt in der Wissenschaft, selber zu entscheiden, wie und was ich warum, wann, wo mache. Dadurch war für mich schnell klar, dass ich meine eigene Firma gründe und selbständig werde. Zudem wollte ich auch selbst entscheiden können, wo ich leben möchte, unabhängig von einem potentiellen Arbeitgeber, und hatte keine Lust, dass mir jemand vorgibt, was ich machen muss. Natürlich entscheiden meine Kunden jetzt auch was ich illustriere, aber ich kann mir die Kunden aussuchen, die zu mir und meinem Zeichenstil passen. Und da ich ein großer Pflanzen-Fan bin, in Pflanzenphysiologie promoviert habe, sind die meisten Illustrationen die ich mache sowieso Pflanzen-orientiert, also die Kunden die mich finden sind so schon ein bisschen vorselektiert.

Gleichzeitig ist es so, dass es nicht wirklich viele Scientific Illustrator gibt. Es gibt zwar Kurse und Studiengänge hier und dort, aber es ist nicht so gegeben, dass man das studiert. Dadurch gibt es auch nicht so viele Stellen in Festanstellung, auf die man sich bewerben kann.

Wenn man nicht selbstständig werden will, kann man trotzdem Scientific Illustrator werden? Wo arbeiten Scientific Illustrator in Anstellung?

Klar. Man kann in Museen oder in Instituten arbeiten. Es gibt auch vereinzelt Stellen bei wissenschaftlichen Journals, allerdings wirklich nicht so oft. Es gibt auch größere Studios, die wissenschaftliche Illustrationen anbieten, das wäre auch eine Anlaufstelle. Aber insgesamt ist es nicht ganz so einfach, solche Stellen zu finden.

Wer sind deine Kunden? Was für Aufträge erhältst du?

Meine Kunden sind generell Menschen, die etwas mit Wissenschaft zu tun haben. Die meisten sind Wissenschaftler:innen an Universitäten, Professor:innen, Gruppenleiter:innen. Dann gibt es auch Biotech-Firmen, die die Funktionsweise ihres Produktes präsentieren wollen. Außerdem gehören zu meinen Kunden auch Scientific Journals, vor allem für Cover und andere Illustrationen für Editorials. Die Aufträge können für alles Mögliche sein. Für Publikationen, Cover, Präsentationen, Poster, Websites, für Marketing-Material, Bücher oder Social Media. Und noch vieles mehr. Das kann dann von super wissenschaftlich bis hin zu locker und humorvoll reichen, je nachdem, wofür die Illustrationen verwendet werden.

Von Daria gestalte Cover, links für Physiologia Plantarum mit einige Einzellern im Cartoon-Stil, rechts für New Phytologist Chromosomen, die aus Blaubeeren rauskommen.

Auch einige Cover durfte Daria für Journals gestalten. ©Daria Chrobok, DC SciArt

Wie können wir uns deinen typischen Arbeitsalltag vorstellen? Wie sieht z.B. dein Arbeitsplatz aus und wie läuft der Prozess von Auftragserteilung bis Fertigstellung ab?

Grundsätzlich habe ich keinen typischen Arbeitsalltag. Es kommt zum Teil darauf an, wie meine Energie gerade ist, worauf ich Lust habe, danach versuche ich meinen Tag auszurichten. Diese Freiheit habe ich als Selbstständige. Es gibt aber auch feste Termine, wie mit meiner Buchhalterin für die Buchführung. Genauso halte ich mich an Deadlines, auf die ich streng achte. Dann arbeite ich auch mal länger als nur bis Fünf. Als Selbstständige bin ich natürlich nicht nur für Illustrationen zuständig, sondern muss mich um alles Geschäftliche kümmern. Das heißt unter anderem auch Finanzen und Marketing. Ich bin z.B. auf LinkedIn sehr aktiv und poste dort regelmäßig, alle meine Posts schreibe ich selber. Zusätzlich habe ich eine Assistentin, die für E-Mail Outreach zuständig ist und mir dadurch etwas Arbeit abnimmt.

Was meinen Arbeitsplatz angeht, habe ich zwischenzeitlich einen Office Space in einem Start-Up Incubator gehabt. Mittlerweile arbeite ich aber von meinem Wohnzimmer aus. Für meinen Arbeitsplatz habe ich einen höhenverstellbaren Schreibtisch, sodass ich sowohl im Stehen als auch Sitzen arbeiten kann. Ich benutze ein Wacom Tablet zum Illustrieren, zusätzlich ein iPad.

Was den grundlegenden Prozess von Auftragserteilung bis zur Fertigstellung angeht, sieht dieser folgendermaßen aus:

Sobald mich jemand kontaktiert, gibt es ein erstes Meeting, wo besprochen wird, was gebraucht wird. Dabei bringen die Kund:innen erste Referenzen und Ideen mit, wie sie es sich vorstellen. Ich stelle während des Meetings viele Fragen, versuche dann möglichst detailliert herauszufinden, was die Erwartungen sind, ob es Branding Guidelines gibt, welche Deadlines existieren. Am Ende gebe ich eine Einschätzung über den Arbeitsaufwand. Bei Wissenschaftler:innen geht es nach Stunden, bei Unternehmen berechne ich einen Fixpreis pro Projekt. Und dann müssen wir schauen, ob es für beide Seiten passt. Sobald ich das Okay habe, kann ich anfangen.

Zum Start kriege ich dann vom Kunden Referenzen, manchmal auch schon eine grobe Skizze, die ich als Basis nutzen kann. Falls eine grobe Skizze nicht schon vorhanden ist, erstelle ich selber eine, die ich erstmal dem Kunden für Feedback schicke. Davon gibt es meist 1-2 Runden, bis die Skizze abgenommen ist. Sobald das passiert ist, setze ich mich dann an die erste Version und illustriere diese. Meistens erstelle ich ein paar verschiedene Layouts und Farbschemas, damit der Kunde etwas Auswahl hat. Der Kunde gibt mir noch einmal Feedback und dann passe ich ggf. noch ein paar Details an und finalisiere die Illustration und schicke sie an den Kunden. Die Rechnung erstelle ich zum Schluss des Projektes, bei größeren Projekten zahlen die Kunden die Hälfte im Voraus.

Welche Aufgaben gehören noch zu deinem Beruf?

Was noch dazugehört ist quasi alles, was man machen muss, wenn man eine Firma hat. Zum Beispiel Customer Acquisition, ich muss Kunden gewinnen. Dazu gehört dann alles von Marketing, Social Media bis zu Sales. Zudem muss ich die Buchführung machen, idealerweise einmal pro Monat, alle drei Monate Treffen mit meiner Buchhalterin und dann nochmal zum Jahresschluss. Das nimmt ca. eine Stunde pro Monat in Anspruch. Social Media nimmt auch viel Zeit in Anspruch, aber ansonsten ist meine Hauptarbeit das Illustrieren, Sketchen und Meetings mit Clients.

LinkedIn-Posts von Darias Business Account als Scientific Illustrator

Social Media gehört ebenfalls zu Darias Aufgaben. Sie ist viel auf LinkedIn aktiv und postet auch mal Kunstwerke oder informative Videos, die nicht direkt mit ihrem Beruf zu tun hat.

Was macht dir besonders viel Spaß an deinem Beruf? Woran musstest du dich erstmal gewöhnen?

Was mir besonders viel Spaß macht, ist die Tatsache, dass ich quasi Wissenschaft geliefert bekomme. Ich lerne super viel von zahlreichen Expert:innen auf der ganzen Welt. Daran dann noch die Liebe zur Kunst zu koppeln, und dadurch Wissen zu vermitteln, ist ein grandioses Gefühl. Ich liebe es, dass ich einen Mehrwert liefere und die Illustrationen bei der Wissensvermittlung helfen.

Am Anfang hatte ich echt Angst vor dem Wirtschaftlichen, Steuern, Buchhaltung und so. Mir hat es sehr geholfen, von Anfang an eine Buchhalterin zu haben. Was mir nicht bewusst war ist, welche große Rolle auch Self Development spielte. Wenn man eine eigene Firma hat, ist es wichtig, dass man über sich hinauswächst, da es viele eigene Herausforderungen mitbringt. Der Erfolg der Firma ist direkt an mich als Person gekoppelt.

Ich musste mich z.B. an Social Media gewöhnen, da ich nie so die Person dafür war, es aber für meinen Beruf wichtig ist. Da brauchte ich echt lange für und ein spezifisches Coaching für LinkedIn, was auch Personal Branding & Social Selling beinhaltet hat, hat mir dabei sehr geholfen. Dazu gehört auch, mich dort als Person zu präsentieren und zu lernen, auf meine Art und Weise über Wissenschaft zu schreiben. Mittlerweile liebe ich es auf LinkedIn zu interagieren und es macht super viel Spaß.

Was ich auch anpassen musste, war mein „Money Mindset“, also wie ich Geld sehe. Das braucht man natürlich besonders als selbstständige Person, da ich die Preise selbst festlege und alles was mich unterbewusst inhibiert einen Efffekt auf meine Firma hat. Auch hier haben mir Coachings echt geholfen.

Wie bist du zu deinem Beruf gekommen? Eignet sich der Job als Scientific Illustrator für Berufseinsteiger:innen?

Ich hatte anfangs gar keine Ahnung, dass es diesen Beruf überhaupt gibt. Damals in der Schule hatte ich tatsächlich Biologie- und Kunst-Leistungskurs, dachte aber, dass ich mich für eins entscheiden muss. So habe ich dann Biologie studiert. Während der Promotion ist mir dann klar geworden, wie wichtig auch Illustrationen in dem Bereich sind und dass man das in der Wissenschaft überall braucht. Dadurch habe ich mich dann entschieden, die Kunst and die Wissenschaft zu koppeln und das zu machen.

Ich würde schon sagen, dass der Beruf für Berufseinsteiger:innen geeignet ist, war ich ja strenggenommen damals auch, oder vielleicht eher ein Quereinsteiger. Natürlich sollte man gerne und gut zeichen und illustrieren können und ein sehr gutes wissenschaftliches Verständnis haben. Wenn du sowohl die künstlerischen Fähigkeiten als auch das wissenschaftliche Know-How beherrschst, ist das schon eine sehr gute Basis.

Wie sehen die Rahmenbedingungen deines Jobs aus?

Das fluktuiert bei mir, je nachdem, wie viel ich zu tun habe und wie viel an Aufträgen rein kommt. Ich versuche aber nicht mehr als 8 Stunden am Tag zu arbeiten, idealerweise nur 6. Da ich selbstständig bin, habe ich flexible Arbeitszeiten. Ich versuche dabei meine Arbeit auf Montag bis Freitag zu beschränken. Falls mal etwas dazwischenkommt oder kurz vor Deadlines arbeite ich auch mal am Wochenende, nehme mir dann dafür aber in der Woche frei. Die Zeiten am Tag sind immer etwas wetterabhängig, beispielsweise arbeite ich im Sommer lieber morgens und abends und unternehme in der Mittagszeit etwas, gehe z.B. mit meinem Hund raus.

Ich bin dauerhaft im Home Office, reisen für meinen Job tue ich sehr selten. Das geschieht nur dann, wenn ich von Universitäten oder Ähnlichen zu Seminaren oder Talks eingeladen werde. Heutzutage geschieht aber auch vieles digital, da die Kunden sich so auch die Reisekosten sparen können.

Fixe Urlaubstage habe ich als Selbstständige keine, ich mache das so wie ich Lust habe. Ich könnte jetzt auch gar nicht sagen, wie viele Tage ich mir im Jahr nehme, auf jeden Fall genug, so dass ich glücklich bin.

Das Gehalt ist variabel und hängt von den Aufträgen ab. Ich orientiere mich danach, wie viel ich arbeiten will, welche Fixkosten ich habe, was an Steuern anfällt, usw. Schweden ist da auch nochmal etwas teurer als Deutschland. Da ich meine Preise selber festlege, muss ich das alles mit einberechnen in Kombination mit meinen Fähigkeiten und was ich anbieten kann. Über die Zeit sind meine Einnahmen größer geworden, auch weil ich durch meine Erfahrung mein Wert steigt. Momentan liegen meine Einnahmen im Schnitt so um die 5000€ im Monat, vor Steuern. Die monatlichen Einnahmen schwanken nach Auftragslage, manchmal habe ich Monate mit 10 000 €.

Info: Darias Preise sind auf ihrer Website einsehbar. Zum Zeitpunkt des Interviews berechnet Daria 125 EUR pro Stunde für Forscher*innen. Für Unternehmen berechnet sie pro Projekt ca. 2000-2500€. Es sollte dabei berücksichtigt werden, dass die Lebenshaltungskosten in Schweden höher sind als in Deutschland.

Gibt es typische Karrierewege, die man als Scientific Illustrator geht?

Nein, typische Karrierewege gibt es glaube ich nicht. Das kann ich allerdings nicht zu 100% sagen, da ich als Selbstständige quasi schon „oben“ angekommen bin. In größeren Firmen könnte man wahrscheinlich Art Director werden und sein eigenes Team leiten. Ein Wechsel in andere Positionen ist sicherlich möglich, als Scientific Illustrator bringt man ja eine Bandbreite an Fähigkeiten mit.

Weitere Illustration von Daria, die den Effekt des pH-Wertes auf den CO2-Transport in Pflanzen auf verständliche Art und Weise darstellt.

Weitere Illustration von Daria, die den Effekt des pH-Wertes auf den CO2-Transport in Pflanzen auf verständliche Art und Weise darstellt. ©Daria Chrobok, DC SciArt

Was sollte man noch wissen? Welche Tipps würdest du Interessierten auf den Weg geben? Welche Fähigkeiten braucht man für den Job und wie erlernt man diese?

Wenn du beides in dir hast, sowohl das wissenschaftliche als auch das künstlerische, dann hast du schon eine mega spezifische Nische, da viele Wissenschaftler:innen Probleme damit haben, ihre Ergebnisse visuell vernünftig darzustellen. Wenn das gegeben ist, dann hast du bereits einen starken Marktwert.

Du brauchst auch nicht hunderte Zertifikate und Fähigkeiten für den Beruf. Finde deinen eigenen Stil und lege dir dafür die passende Software zu, das reicht aus. Mich hat nie jemand nach Zertifikaten gefragt, meine Projekte zeigen dem Kunden, was ich kann. Sobald du die Basic Skills hast, heißt es Kunden gewinnen und Erfahrung sammeln. Dann ist es Practice, Practice, Practice. Du lernst mit jedem Projekt dazu, nicht nur künstlerisch, sondern auch wie man seine Projekte angemessen bepreist, den Zeitaufwand einschätzt usw.

Was am Anfang mit der Selbstständigkeit helfen kann, ist, erstmal in Teilzeit anzufangen, um etwas finanzielle Sicherheit zu haben. Anfangs habe ich auch als Technical Editor bei einem Journal gearbeitet und nebenbei meinen Kundenstamm aufgebaut. Heute arbeite ich immer noch mit dem Journal zusammen, aber als Selbstständige, nicht mehr als Festangestellte. Informiere dich außerdem gut über das Thema Selbstständigkeit und die richtige Unternehmensform, das spart dir später viel Stress und Geld.

Neben dem Illustrieren sind für den Beruf Soft Skills unheimlich wichtig. Kommunikation, Marketing und als Selbstständige auch Finanzen. Deine Illustrationen müssen sichtbar sein, zum Beispiel über eine eigene Website oder Social Media. Leute müssen zu dir gelangen können. Da ist dann Social Selling angesagt. Wenn du dich gut mit deinen Kunden verstehst, empfehlen sie dich auch gerne weiter.

Ich wurde auch immer einen Buchhalter empfehlen, das spart viel Stress und potenzielle Sorgen und man geht sicher das alles korrekt ist.

Wenn du dir unsicher bist wegen dem Festlegen von Preisen oder auf Social Media zu posten, kann ich Coachings empfehlen. Wie vorhin erwähnt hat mir das unheimlich geholfen.

Wenn du einen Rat an dein studierendes Ich damals geben könntest, welcher wäre es?

Mach genauso weiter wie du es machst. Sich zu stressen und Sorgen zu machen bringt nicht viel, solange ich wirklich auf mich und meine innere Stimme und Intuition höre, wird alles gut werden. Es hat am Ende ja alles geklappt und ich habe den richtigen Beruf für mich gefunden.


Das war unser Interview mit Dr. Daria Chrobok. Falls du dich weiter mit dem Beruf Scientific Illustrator auseinandersetzen willst, hat Daria auch eine eigene Video-Serie zum Thema auf Youtube veröffentlicht, die du hier findest. Reinschauen lohnt sich! Und falls du mehr zum Thema Selbstständigkeit lesen willst, können wir dir unser Interview mit Simone empfehlen, die sich mit SCIEDO als Fördermittel- und Karriereberaterin selbstständig gemacht hat.