Botenstoff – Perspektiven für Biologen auf die Ohren

Wir sind aus unserem Winterschlaf erwacht und schreiben wieder fleißig für den Biologenkompass. Heute melden wir uns mit einem Podcast-Review. Irgendwann im letzten Jahr bin ich in die Podcast-Welt eingetaucht. Seitdem inhaliere ich alle neuen Folgen der Lage der Nation und ZEIT Verbrechen. Mehr oder weniger durch Zufall bin ich auf den noch neuen Podcast Botenstoff gestoßen. Selbst ernannt der “Podcast mit Antworten auf die Frage aller Fragen zum Bio-Studium!” – Nämlich: Was willst du eigentlich später damit machen? Das kam mir doch sehr bekannt vor, also habe ich direkt reingehört.

Der Podcast wird von Peter aus Köln gemacht. Die Einführungsmelodie zum Podcast erinnert stark an die Titelmusik von “Löwenzahn” mit Peter Lustig. Die einleitenden Worte erfolgen im “Sendung mit der Maus”-Stil.

Nullnummer

Peter hat den Botenstoff-Podcast ins Leben gerufen und tauscht sich in den Folgen persönlich mit anderen Biologen aus. 

Bisher gibt es zwei Folgen von Botenstoff. Folge 1, die Nullnummer, handelt von dem Biologie-Studium insgesamt. Hierfür hat sich Peter mit einem ehemaligen Kommilitonen, Max, zusammengetan. Peter hat mit Max zusammen an der Universität in Kaiserslautern studiert. In der Nullnummer lassen beide ihr Studium Revue passieren: Wie lief der Einstieg ins Studium? Was haben beide nebenbei als Jobs/Praktika gemacht und wie bewerten sie dies? Dabei kommen beide auf dieselbe Erkenntnis, wie wir es beim Kompass auch bei allen unseren Interviews tun. Darüber hinaus lassen Peter und Max ihre Hörerinnen und Hörer an vielen Anekdoten aus ihrer Studienzeit teilhaben.

Max, der Gummistiefel-Biologe

In der ersten Folge des Podcasts geht es um Max, der als ökologischer Gutachter oft durch den Wald stapft und Arten kartiert.

In der zweiten Folge interviewt Peter dann Max zu seinem Beruf als ökologischer Gutachter. Dabei reißen die beiden auch die Aspekte des Berufs an, auf die wir beim Biologenkompass achten. Sie diskutieren den beruflichen Alltag, sprechen über das Einstiegsgehalt und die Perspektiven. Auch die Vereinbarkeit von Freizeit und Beruf ist Thema in der Folge. Max gibt auch Tipps für all jene, die sich für das Berufsbild interessieren. Abschließend fragt Peter Max, ob es etwas gibt, was er rückblickend anders gemacht hätte. Im “Rat an das studierende Ich” gehen wir auch darauf ein.

Zum Teil werden in der Folge sehr spezielle Aspekte an Max’ Job vertieft ausgeführt. Zum Beispiel wie in dem Unternehmen die Mittagspause gestaltet wird oder das Team harmonisiert. Oder wie Max sich die Expertise als Vogelbestimmer angeeignet hat. Nämlich nicht im Studium.
Bevor die Folge aber richtig losgeht, berichtet Peter u.a. von Highlights, die sich aus der Nullnummer ergeben haben. Welche Berufe vielleicht noch vorgestellt werden. Er gibt zudem Tipps, die vordergründig nicht direkt mit dem Beruf der Folge zu tun haben, die aber dennoch hilfreich sein können. So vergehen fast vier Minuten. Hier hätte mich Peter fast verloren. Vielleicht wäre zu überlegen, ob man diese Themen für die ganz Interessierten am Ende der jeweiligen Folge abspielt. All diejenigen, die dann aussteigen wollen, haben die wichtigsten Infos dann schon bekommen. Und all diejenigen, die mehr wissen wollen, bleiben dran.

Super finde ich an Botenstoff, dass man durch die persönlichen Gespräche die Menschen hinter den Berufen besser kennenlernt als durch die reine Beschreibung beim Biologenkompass. Auch finde ich gut, dass Peter einen Gummistiefel-Biologen für seinen Podcast gefunden hat. Wir ziehen für unsere Interviews meist Laborratten an Land. So erfahren auch an Freiland Interessierte etwas über die beruflichen Perspektiven in dem Bereich.

Ich bin sehr gespannt, wie sich der Botenstoff-Podcast entwickeln wird. Die nächsten Folgen werde ich mir auf jeden Fall anhören und empfehle auch unseren Leserinnen und Lesern hier, dies zu tun. Viel Freude dabei!